Ruslan Husry pleite

Ruslan Husry, CEO und Owner – so z.B. der Eintrag bei Linkedin – tauchte wie aus dem Nichts 2009 in der Öffentlichkeit auf und begann als HR Group mit der Akquisition von Hotels. Heute sind in der Gruppe, die sich Revo Hospitaity nennt, nach eigenen Angaben 250 Hotels, in denen  mehr als 4000 Mitarbeiter wirken, was nicht heißen muss, dass sie bei Revo auf der Payroll sind, auch der genannte Jahresumsatz in Höhe von mehr als € 1,3 Mrd. wird nicht von Revo erwirtschaftet, sondern summiert sich möglicherweise in der Gruppe, die – wie man hört – 140 Gesellschaften umfasst, die beim Amtsgericht in Charlottenburg Insolvenz anmeldeten, mit der Bitte die damit zusammenhängende Prozedur in Eigenverwaltung abwickeln zu dürfen. Ob den entsprochen wird, bleibt abzuwarten.

Ruslan Husry, Screenshot von der Webseite

„Mit finanzieller Stärke, einem Fokus auf Wachstum und einer klaren Vision für die Zukunft ist Revo Hospitality Group ein zuverlässiger Partner, der bereit ist, die sich schnell entwickelnden Anforderungen des Gastgewerbes zu erfüllen“, heißt es aktuell auf der Webseite des Unternehmens, das offiziell als HRG Hospitality B.V. & Co. KG firmiert. Dabei ist B.V. eine niederländische GmbH. Die kann natürlich nicht in Charlottenburg Insolvenz anmelden. Wer sich hinter Co.KG versteckt, ist nicht so leicht zu recherchieren, jedenfalls ist die B.V. Geschäftsführerin.

Der letzte Coup von Ruslar Husry war im vergangen Jahr die Übernahme der H-Hotels, eine familiengeführte Gruppe. Das wird auch als Grund angeführt, weshalb Revo nun zahlungsunfähig ist, aber es wird nicht gesagt, ob das an einer unbeglichenen Rechnung an die Familie liegt. Verlautet wird vielmehr hierzu: Die Akquisition der neuen Hotels war mit erheblichen Kosten verbunden. Und die Übernachtungszahlen waren nicht so hoch, wie erwartet, und auch der geplante Umsatz für 2025 wurde nicht erreicht.